Saturday, October 28, 2017

Rezension zu Die Wellington Saga - Verlangen von Nacho Figueras

(Quelle: Amazon.de)




Die Wellington Saga - Verlangen von Nacho Figueras
Verlag: Blanvalet Verlag
Preis: 12,99€, Ebook: 9,99€
Seiten: 320
Band 3 der Wellington Saga
Rezension Band 1 | Rezension Band 2








Vielen Dank, an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! :)
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Glamouröse Partys, edle Pferde und heiße Nächte unterm Sternenhimmel – hier liegt der Schlüssel zum Glück ...
Antonia, die umwerfend schöne und uneheliche Tochter des berühmten Carlos Del Campo, war schon immer die Außenseiterin der Familie. Auch ihr großes Talent im Umgang mit Pferden half ihr bislang nicht, den Respekt des Del-Campo-Clans zu erlangen. Als sie den charmanten Lorenzo kennenlernt, findet sie endlich die Geborgenheit, die sie schon so lange sucht. Aber Antonias Vergangenheit bedroht ihr neugewonnenes Glück … (Quelle: Amazon.de)



Das Cover gefällt mir wieder recht gut und macht trotz seiner schlichten Gestaltung wieder etwas neugierig auf den Inhalt und weckt ein Stück weit die Aufmerksamkeit, wie ich finde.

Inhalt

Auf die Geschichte und beide Charaktere war ich sehr gespannt. Gleich zu Anfang ist auch zu erkennen, dass zwischen den Beiden etwas ist. Man liest sowohl aus Antonia's Sicht, als auch aus der von Enzo, in Form der 3. Person.
Von diesem Band jedoch, war ich etwas enttäuscht ...
Typisch Klischee, war sofort deutlich, dass die beiden Protagonisten erst einmal aneinander vorbei denken und glauben, nicht gut genug für den jeweils Anderen zu sein. Dann kommt es aber zum unglaublich zufälligen Kuss und - Schwups- alles passiert auf einmal und geht ganz schnell - irgendwie zumindest. Betrachte ich das ganze Buch, haben die Protagonisten viel mehr Zeit getrennt verbracht als zusammen. Von Anfang an werden ihnen Steine in den Weg gelegt, da erst der eine Zweifel hat, dann der Andere und dann die Vergangenheit von Antonia sie noch einholt. Zugegeben, was der Autor sich dabei gedacht hat, fand ich ganz interessant und wurde recht gut ausgearbeitet, jedoch kann ich durch das ganze Drama und allem schlussendlich diese wirklich großen Gefühle zwischen Enzo und Antonia nicht ganz nachvollziehen. Dadurch, dass beide ja bereits zu Anfang des Buch Gefühle füreinander hegen, wird dies auch dann einfach als solches hingestellt. Authentisch wirkte es für mich aber nicht wirklich.
Auch gerade weil die beiden die meiste Zeit getrennt verbringen und das Drama rund um Antonia's Vergangenheit sehr präsent ist, gingen für mich die Gefühle und diese Leidenschaft etwas unter. Meiner Meinung nach, wurde sich hier zu wenig mit der Beziehung an sich beschäftigt und als selbstverständlich hingenommen.
Der Story-Aufbau, von wegen ewigem Hin und Her und Pilar, die Mutter der DelCampo-Brüder, die dann später wieder einen Sinneswandel hat und die Protagonisten auf die Sprünge hilft, war somit auch nicht neu und hat mich insofern schon etwas gelangweilt.
Positiv hier aber wieder, war der Schreibstil des Autors, der sich doch schon ein Stück weit abhebt, was die Formulierungen angeht. Man nimmt den Charakteren ihr Alter allein schon vom Schreibstil her ab.
Aber, womit ich in Liebes-Erotik-NA-Roman - wie auch immer - wohl nie klarkommen werde, ist die 3. Person. Ich kann zu den Charakteren dann einfach keine wirkliche Bindung aufbauen.
Ansätze waren immer gut erkennbar und sicher auch gut in der Grundidee, die Umsetzung ließ für mich jedoch noch einiges offen.

Charaktere

Antonia, Halbschwester von Alejandro und Sebastian, wird zu Anfang direkt als "Schwarzes Schaf" der Familie hin gestellt. Sie steht mit Pilar auf Kriegsfuß und wird von dieser auch nicht richtig akzeptiert, dementsprechend kommt von ihrer Seite viel Selbstmitleid und der Autor muss auch ihre Vergangenheit noch ordentlich dramatisch und traurig ausschmücken, damit sie auch wirklich volles Mitleid vom Leser bekommt - nein, einfach nein. Sie ist durchaus eine selbstbewusste und unabhängige Frau, warum muss ihr da unbedingt dieser "Armes Mädchen-Stempel" aufgedrückt werden? Für mich teils einfach zu viel des Guten und das Mitleid hörte dann auch auf. Ihre Vergangenheit fand ich durchaus interessant ausgearbeitet, aber sonst blieb sie mir in der Gegenwart etwas oberflächlich ausgearbeitet.

Enzo war da auch nicht viel anders in der Ausarbeitung. Müsste ich ihn jetzt aus meiner Erinnerung beschreiben, bleibt mir das Wort "freundlich" noch im Gedächtnis, sonst könnte ich groß nicht viel sagen, was ihn auszeichnet. Natürlich sind da noch die Klischee-Eigenschaften, dass sein Beschützerinstinkt sehr stark ausgeprägt ist und er gut im Bett ist. Insgesamt betrachtet war auch er nur sehr blass.

Die Nebencharaktere gefielen mir zum Großteil eher nicht so gut. Erst einmal werden die Pärchen aus Band 1 und 2 als absolut perfekt hingestellt. Keine Makel, alles läuft kunterbunt und vor allem bei den beiden Frauen hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Eigenschaften, die sie in ihren Büchern ausgezeichnet haben, verschwunden waren. Hier waren sie hauptsächlich als liebe und gute, sonst aber eher schweigsame Ehefrauen präsent, die bei Events an der Seite ihrer Männer gut aussehen und dauernd schwanger sind.
Auch mit der Mutter werde ich wohl nie warm, zu Anfang gibt sie sich kalt, wird so auch beschrieben, zum Schluss hin, ist sie dann aber herzensgut. Irgendein kleiner Anstoß löst dieses dann plötzlich aus. Na gut.


Insgesamt war das Buch mehr enttäuschend als überzeugend. Ansätze waren durchaus da und auch die Grundidee war, auch wenn sie nicht gerade mit Originalität glänzt - schaffe das mal einer dem Genre noch -, auch nicht schlecht, jedoch war mir die Umsetzung einfach, vor allem in Bezug auf die Beziehung, zu schwach. Antonia's Vergangenheit hat noch etwas Abwechslung und Stimmung hineingebracht, aber das war es auch schon. Mit seinem Schreibstil hebt der Autor sich durchaus von anderen Autoren ab, hat aber, wie ich finde, auch den Nachteil, dass ich mit den Charakteren nicht warm werden konnte.



★★☆☆☆

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