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Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension zu Broken Symphonies Drums Beats Kisses von Abbi W. Reed

(Quelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51SIqQWToQL._SX331_BO1,204,203,200_.jpg )

Broken Symphonies Drums Beats Kisses von Abbi W. Reed
Verlag: Romance Edition
Seitenanzahl: 206
Preis: 12,99€ ; Ebook: 4,99€
Taschenbuch
Stand Alone

Klappentext
Ben erinnert sich noch gut an den jungen Mann, der ihn vor zwei Jahren verführt und anschließend eiskalt hat sitzen lassen. Als er Haydn überraschend auf der Bühne eines Rockkonzerts wiedersieht, wallen all die Gefühle erneut auf. Im Backstagebereich tut Haydn, als hätte er Ben nie zuvor gesehen, sucht jedoch immer wieder seine Nähe. Langsam wird klar, welches Geheimnis Haydn mit sich herumträgt – seine Fans dürfen niemals erfahren, dass der Sänger von Broken Symphonies schwul ist …

Meine Meinung
Zum Inhalt

Der Klappentext sagt ja eigentlich schon genug aus, sodass man so viel gar nicht mehr wiedergeben muss. :D
Das Buch setzt auch direkt am ersten Konzertabend an, man ist also direkt im Geschehen drin und wird nicht lange hin gehalten.
Ich muss sagen, dass ich die Idee an sich wirklich gut fand, weshalb ich es mir auch hauptsächlich gekauft habe. Die Umsetzung ist der Autorin auf jeden Fall von der Story und dem Aufbau auch sehr gut gelungen. Es wurde sehr humorvoll gehalten, behandelt gleichzeitig aber auch dieses ernste Thema der Sexualität und Medien. Der Autorin ist sehr gut gelungen, alle Facetten bei diesen Themen mit hinein zu bringen und es nicht einseitig und zu positiv zu halten. Es wurde einen an manchen Stellen vor Augen geführt, wie manche Menschen aufgrund irgendwelcher Moralvorstellungen handeln, was mir die Geschichte auch so authentisch gemacht hat.
Neben dem ernsten und humorvollem, hat die Autorin aber auch die Romantik nicht weg gelassen und die Dramen, die diese mit sich trägt und die Protagonisten zu bewältigen haben, was die Geschichte an sich gut mit abgerundet hat.
Der Schluss hat mich etwas enttäuscht zurück gelassen, da es abrupt geendet hat und vieles offen geblieben ist.

Zu den Charakteren

Dieses Mal muss ich sagen, dass mich die Charaktere insgesamt nicht alle überzeugt haben. Der Autorin ist zwar gelungen, vor allem auch die beiden Protagonisten, gut zusammen spielen zu lassen und die Chemie hat auch gestimmt. Haydn und Ben waren teilweise wirklich richtig süß zusammen. Die Charaktere an sich hatten aber ab un zu ein paar Schwächen.

Ben ist an sich erstmal ein sympathischer, humorvoller und liebevoller Charakter, der weiß, was er will, dabei aber auf jeden Fall realistisch bleibt.
Er war hier derjenige, der damals von Haydn sitzen gelassen wurde. Er wird so beschrieben, dass man es ihm gar nicht anmerkt, dass er schwul ist. Guut, mag vom Aussehen vielleicht so sein, beim Charakter und seinen Handlungen ist das aber nicht ganz so unauffällig geblieben. Es kam an manchen Stellen so herüber, als hätte die Autorin eigentlich eine ProtagonistIN erschaffen und ihr einfach den Namen Ben und das Etikett Schwul auferlegt, was es mir manchmal schwierig gemacht hat, Ben für voll zu nehmen.

Mit Haydn hatte ich erst meine Schwierigkeiten, warm zu werden, aber je mehr er aufgetaucht ist, desto lieber wurde er mir. Im Gegensatz zu Ben ist er der Autorin schon besser gelungen. Auch er hat eine gute Portion Humor, kann gleichzeitig aber auch sehr ernst sein. Er ist auch kein klischeehafter schwuler Rockstar, der seine Sexualität ewig vor sich hin leugnet. Er steht dazu, hat leider aber noch damit zu kämpfen, was die komplette Öffentlichkeit noch zu denken hat. Dieses kleine bisschen Angst muss einfach da sein. Das hat es auch nicht unrealistisch werden lassen, sondern ihn mir wirklich authentisch erscheinen lassen.

Mit den Nebencharakteren konnte ich mich nicht ganz so anfreunden. Christin, Bens beste Freundin, war mir noch am liebsten. Sie weiß erst nichts davon, dass Haydn und Ben sich schon länger kannten, steht danach aber komplett hinter ihm. Paul, Bens Mitbewohner, war mir hier teilweise ein kleiner Antagonist, der vielleicht auch etwas nervig wurde.

Schreibstil

Die Autorin hat auf jeden Fall einen richtig guten Schreibstil. Locker flüssig und gut umschrieben. Vor allem auch die Erotikszenen kamen hier nicht zu übertrieben vor. 

Fazit

Insgesamt war ich von dem Buch schon zufrieden. Die Story und die Idee fand ich sehr gut umgesetzt, es war nie langweilig und dieses Zusammenspiel zwischen Ernst und Humor haben die Story perfekt abgerundet.
Abzüge gibt es hier dieses Mal durch die Charaktere, die dieses Mal nicht ganz so gut gelungen sind, der Geschichte an sich aber auch nicht komplett schadeten. Es war mein 2. Gay Romance, mit anderer Story, kommt aber dennoch nicht an meinen ersten und absoluten Lieblings Buch "Him - Mit ihm allein" heran.
Der Schluss war mir auch etwas zu abrupt und offen gelassen, was schade war, da man da auf jeden Fall noch etwas heraus holen hätte können.
Der gute Schreibstil hat das Buch auch noch gut mit nach oben gezogen und die Umsetzung der Story wirklich sehr gut gemacht.

Bewertung:

 

Kommentare:

  1. Hey Marie :*
    Sehr schöne Rezension!
    Das Buch sagt mir gar nichts, aber deine Bewertung lässt das Buch richtig toll klingen.

    Ganz liebe Grüße,
    Myri

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